Welche Fähigkeiten und persönlichen Voraussetzungen brauchst du, um dich selbstständig zu machen?
Am Anfang steht meist die Geschäftsidee. Danach kommen schnell ganz praktische Fragen: Habe ich die Fähigkeiten, die ich für eine Selbstständigkeit brauche? Welche persönlichen Voraussetzungen sollte ich für eine Existenzgründung mitbringen? Bin ich überhaupt der Typ dafür und bereit für mein eigenes Business?
Bei der Recherche zu diesen Fragen taucht irgendwann der Begriff Gründerpersönlichkeit auf. Die Gründerpersönlichkeit beschreibt, welche Stärken, Fähigkeiten, Erfahrungen und welches Mindset dich beim Gründen unterstützen können. Ein festes Profil, das für alle Gründerinnen gilt, gibt es dabei nicht. Vieles davon kannst du dir erarbeiten. Dein eigenes Gründerprofil zeigt dir, was du bereits mitbringst und wo du dich noch weiterentwickeln kannst.
Du erfährst, worauf es bei dir als Gründerin ankommt, was Studien und Erfahrungen aus vielen Coachings dazu zeigen und wie dir unsere Checkliste hilft, dein Gründerprofil zu entdecken.
Inhaltsverzeichnis
- Warum reichen eine gute Idee und der Wunsch nach Selbstständigkeit nicht aus?
- Was macht eine Gründerpersönlichkeit eigentlich aus?
- Welche Rolle spielen Archetypen für deine Selbstständigkeit?
- Fünf Bereiche, die für den Start und Erfolg deiner Selbstständigkeit wichtig sind
- Deine persönliche Checkliste „Bereit für dein eigenes Business“
- Lücken entdeckt und jetzt?
- Mein Impuls für dich
- Fazit: Deine Gründerpersönlichkeit ist mehr als eine Frage vor dem Start
- Unterstützung durch die Andrea Ruisinger Akademie
Warum reichen eine gute Idee und der Wunsch nach Selbstständigkeit nicht aus?
In meinen Coachings begegnen mir immer wieder Frauen, die eine klare Geschäftsidee mitbringen und genau wissen, dass sie eigenständig entscheiden möchten. Die Frage, was sie an Skills und Mindset bereits mitbringen und wo noch Lücken liegen, haben sich viele vorher kaum gestellt. Mit Skills sind dabei überfachliche Fähigkeiten gemeint, die sich üben und lernen lassen, zum Beispiel Krisenmanagement, Kommunikation oder Verhandlungsführung. Mit Mindset ist die innere Haltung dahinter gemeint, also wie jemand mit Rückschlägen, Kritik oder Unsicherheit umgeht.
Dabei zeigen sich im Coaching immer wieder zwei unterschiedliche Muster. Die einen haben Idee und Umsetzungswillen, aber nie geprüft, welche Skills sie schon mitbringen und wo sie noch wachsen dürfen. Die anderen zögern aus einem ganz anderen Grund: Sie glauben, das, was sie können, reicht noch nicht aus, obwohl sie meist schon deutlich mehr mitbringen, als sie sich selbst zutrauen. Und natürlich gibt es auch Frauen, die von Anfang an sehr selbstbewusst in ihre Gründung starten. Bei ihnen geht es im Coaching vor allem um die nächsten praktischen Schritte.
Wie wichtig die persönliche Seite einer Gründung ist, zeigt auch der KfW-Gründungsmonitor 2024. Demnach bricht der weitaus größte Teil der Gründerinnen und Gründer eine Selbstständigkeit in den ersten fünf Jahren aus persönlichen Gründen ab, etwa wegen familiärer Belastung, Stress, Krankheit oder Unzufriedenheit mit der eigenen Situation, deutlich seltener aus wirtschaftlicher Not. Persönliche Voraussetzungen und die eigene Lebenssituation sollten bei der Vorbereitung einer Gründung deshalb genauso mitgedacht werden wie die Geschäftsidee.
Was macht eine Gründerpersönlichkeit eigentlich aus?
Eine Gründerpersönlichkeit beschreibt die individuelle Mischung aus Haltung, Fähigkeiten, Erfahrungen und Verhaltensweisen, die eine Frau in ihre Selbstständigkeit mitbringt.
Das klingt zunächst nach einem festen Typus, den man entweder ist oder nicht ist. Manche sprechen in diesem Zusammenhang auch von der Unternehmerpersönlichkeit. Forschung und Gründungspraxis zeigen jedoch unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten, die eine Selbstständigkeit unterstützen können. Ein einziges Profil, das für alle erfolgreichen Gründerinnen gilt, gibt es nicht.
Das DIW Berlin hat mithilfe von Daten des Sozio-oekonomischen Panels untersucht, worin sich Unternehmerinnen und Unternehmer von Angestellten unterscheiden. Im Durchschnitt zeigen sich unter anderem eine größere Offenheit für neue Erfahrungen, mehr Extraversion und eine höhere Risikobereitschaft.
Das bedeutet allerdings nicht, dass eine erfolgreiche Gründerin besonders extrovertiert oder risikofreudig sein muss. Eine eher zurückhaltende oder vorsichtige Gründerin kalkuliert vielleicht besonders sorgfältig, wägt Investitionen gründlicher ab oder baut langfristige Kundenbeziehungen sehr bewusst auf. Auch solche Eigenschaften können im eigenen Business wertvoll sein.
Die Industrie- und Handelskammern betrachten vor allem die Anforderungen, die mit einer Selbstständigkeit verbunden sind. Die IHK nennt in ihrem Leitfaden zur Existenzgründung unter anderem folgende persönliche Erfolgsfaktoren:
- Selbstdisziplin: Aufgaben auch ohne äußere Kontrolle zuverlässig erledigen.
- Einsatzbereitschaft: Auch dann weitermachen, wenn ein Vorhaben mehr Zeit oder Energie kostet als geplant.
- Kreativität: Für Probleme neue, eigene Lösungswege finden.
- Verantwortungsbewusstsein: Für Entscheidungen und ihre Folgen selbst einstehen.
- Belastbarkeit: Stressphasen durchstehen, ohne dabei die Übersicht zu verlieren.
- Zielstrebigkeit: Ein Vorhaben konsequent weiterverfolgen, auch über Umwege.
Auch die Lebensphase spielt eine Rolle. Untersuchungen des RKW-Kompetenzzentrums zeigen, dass Frauen ab 45 die Selbstständigkeit besonders häufig als bewusste zweite Karrierechance verstehen. Sie bereiten sich im Schnitt gründlicher vor als jüngere Gründerinnen und starten häufiger im Nebenerwerb oder im Bereich persönlicher Dienstleistungen. Als wichtige Erfolgsfaktoren nennen Gründerinnen und Gründer dieser Altersgruppe selbst vor allem Durchhaltevermögen, Kundenorientierung sowie ihre Berufs- und Lebenserfahrung.
Welche Rolle spielen Archetypen für deine Selbstständigkeit?
In der Markenführung werden sogenannte Archetypen genutzt. Sie können dabei helfen, die eigene Persönlichkeit, die Werte des Unternehmens und die gewünschte Wirkung nach außen miteinander zu verbinden. Gerade bei Solo-Selbstständigen und Unternehmen, bei denen die Gründerin selbst im Mittelpunkt steht, spielt ihre Persönlichkeit dabei eine wichtige Rolle.
Zu den Archetypen gehören beispielsweise:
- der Weise: Wissen, Analyse und Orientierung. Dieser Archetyp zeigt sich häufig bei Menschen, die gern Zusammenhänge verstehen, Wissen vermitteln und anderen durch Fachkompetenz Orientierung geben.
- der Entdecker: Freiheit, Individualität und neue Wege. Hier stehen Neugier, Unabhängigkeit und der Wunsch im Vordergrund, Dinge anders zu machen und neue Möglichkeiten zu entdecken.
- der Helfer: Fürsorge, Unterstützung und Sicherheit. Menschen mit dieser Ausprägung kümmern sich gern um andere, schaffen Vertrauen und begleiten ihre Kunden besonders persönlich.
- der Held: Tatkraft, Leistung und das Überwinden von Herausforderungen. Hier stehen Zielorientierung, Durchhaltevermögen und der Wunsch im Mittelpunkt, etwas zu bewegen oder Schwierigkeiten zu bewältigen.
- der Herrscher: Verantwortung, Struktur und Führung. Dieser Archetyp zeigt sich häufig bei Menschen, die gern Verantwortung übernehmen, klare Strukturen schaffen und anderen Sicherheit durch Verlässlichkeit geben.
Welcher Archetyp oder welche Kombination bei dir stärker ausgeprägt ist, lässt sich nicht einfach auswählen. Hinweise geben deine Werte, deine Arbeitsweise, deine Motivation und die Rolle, die du im Umgang mit anderen ganz selbstverständlich einnimmst.
Für deine Selbstständigkeit kann dieses Wissen sehr hilfreich sein. Wenn du merkst, dass du stark über Wissen und Orientierung wirkst, kann das Einfluss darauf haben, wie du deine Angebote erklärst, welche Inhalte du veröffentlichst und wie du mit Kunden sprichst. Wenn bei dir eher Unterstützung und persönliche Begleitung im Vordergrund stehen, wird sich das wahrscheinlich stärker in deinem Service und in deiner Kundenkommunikation zeigen.
Gerade wenn du allein gründest, bist du selbst ein wichtiger Teil deiner Marke. Deshalb lohnt es sich zu wissen, welche Eigenschaften dich prägen und wie sie sich später in deinem Business wiederfinden können.
Fünf Bereiche, die für den Start und Erfolg deiner Selbstständigkeit wichtig sind
Damit aus einer Idee eine stabile Selbstständigkeit wird, lohnt sich der Blick auf fünf Bereiche, die in der Beratungspraxis immer wieder eine zentrale Rolle spielen:
- Antrieb & Umsetzungskraft: Kannst du eine Idee auch dann vorantreiben, wenn die Energie mal niedrig ist und ein Projekt bis zum Ende durchziehen?
- Resilienz & Umgang mit Belastung: Wie gehst du mit Rückschlägen, Kritik oder dem inneren Kritiker um?
- Soziale Rolle & Interaktion: Wie leicht fällt es dir, sichtbar zu werden, Nein zu sagen oder auch mal ein schwieriges Gespräch zu führen?
- Risiko & wirtschaftliche Realität: Kennst du dein persönliches Sicherheitsbedürfnis und deinen finanziellen Spielraum?
- Vision & Lebensentwurf: Weißt du, wie deine Selbstständigkeit aussehen muss, damit sie langfristig zu deinem Leben passt?
Jeder dieser Bereiche lässt sich lernen und weiterentwickeln, zum Beispiel durch praktische Erfahrung, gezielte Weiterbildung, den Austausch mit anderen Gründerinnen oder ein Coaching.
Deine persönliche Checkliste „Bereit für dein eigenes Business“
Unsere Checkliste übersetzt jeden der fünf Bereiche in konkrete Aussagen, die du für dich bewertest. Zum Beispiel: „Ich kann mich auch an Tagen mit niedriger Energie selbst strukturieren und anfangen“ oder „Ich weiß, wie ich mit meinem inneren Kritiker umgehe, wenn er meine Pläne infrage stellt.“ Zu jeder Aussage setzt du ein Kreuz nach dem Ampel-Prinzip: rot für „noch offen“, gelb für „in Arbeit“, grün für „geklärt“.
Am Ende zeigt dir die Auswertung, welches Profil sich bei dir abzeichnet: eine startklare und reflektierte Gründerin, eine strategische Planerin mit noch offenen Punkten oder eine sicherheitsorientierte Gründerin, deren Erkenntnisse zeigen, wo noch Unterstützung hilfreich ist.
Lücken entdeckt und jetzt?
Die Checkliste zeigt dir, wo du stehst. Was du mit diesem Ergebnis machst, ist der eigentliche Leitfaden für deinen weiteren Weg.
Wer die Checkliste ausfüllt, entdeckt fast immer den einen oder anderen roten oder gelben Punkt, und das ist gut so. Eine Lücke zu erkennen bedeutet nicht, dass du nicht geeignet bist. Sie zeigt dir lediglich, woran du arbeiten darfst, bevor oder während du startest.
Manchmal reicht schon das Bewusstsein für eine Lücke, um bewusster damit umzugehen, etwa wenn dir Konfliktgespräche schwerfallen und du dir vornimmst, dich darin gezielt zu üben. Manchmal hilft ein Coaching, um Muster wie ständige Selbstzweifel zu durchbrechen. Falls du dich in wiederkehrenden Zweifeln an deiner eigenen Kompetenz wiedererkennst, lohnt sich auch ein Blick in unseren Blogbeitrag zum Impostor-Syndrom, denn dieses Muster begegnet auch vielen Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit.
Nicht jede Frau startet mit Unsicherheit. Manche wissen genau, wer sie sind und was sie können, und suchen vor allem Unterstützung bei den praktischen Themen einer Existenzgründung: Geschäftsmodell, Finanzplan, Sichtbarkeit oder Formalitäten.
Ein Gründungscoaching kann dir in unterschiedlichen Phasen helfen, Unsicherheiten zu klären und vorhandene Lücken gezielt zu schließen. Das gilt unabhängig davon, ob du noch Orientierung suchst oder bereits konkrete nächste Schritte planst. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Coaching über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden.
Mein Impuls für dich
Für eine erste Selbsteinschätzung, welche Soft-Skills und welches Mindset bei dir bereits gut ausgeprägt sind, nimm dir ein paar Minuten für folgende Fragen:
- Ist die Selbstständigkeit für mich eine bewusste Entscheidung oder gerade eher eine Notlösung? Wer aus Überzeugung startet, hält auch schwierige Phasen leichter durch.
- Worin liegt meine eigentliche Motivation für die Selbstständigkeit? Eine klare Motivation gibt dir Orientierung, wenn der Alltag stressig wird.
- Bin ich bereit, Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen, auch wenn nicht alles nach Plan läuft? Genau das unterscheidet häufig eine stabile Gründung von einer, die früh wieder aufgegeben wird.
- Auf welche meiner bisherigen Erfahrungen und Eigenschaften kann ich in der Selbstständigkeit bauen? Du startest nie bei null, auch wenn sich das manchmal so anfühlt.
- Traue ich mir insgesamt mehr zu, als ich mir bisher zugestehe? Genau das unterschätzen viele Frauen im Coaching am meisten.
Wer weiß, wo die eigenen Herausforderungen liegen, kann gezielt daran arbeiten und sich dort Unterstützung holen, wo sie sinnvoll ist.
Fazit: Deine Gründerpersönlichkeit ist mehr als eine Frage vor dem Start
Es gibt keine einzige richtige Gründerpersönlichkeit. Es gibt aber Bereiche, bei denen es sich lohnt, genauer hinzuschauen und zwar nicht nur vor dem Start, sondern während der gesamten Selbstständigkeit. Wer zum Beispiel weiß, dass Akquise schwerfällt, kann sich die notwendigen Fähigkeiten Schritt für Schritt erarbeiten. Wer weiß, dass Stress schnell zur Belastung wird, kann den eigenen Arbeitsalltag bewusster gestalten. Wer mit Reklamationen oder schwierigen Gesprächen hadert, kann sich gezielt Unterstützung holen.
Genau darin liegt der Wert der Selbsteinschätzung: zu wissen, was du bereits mitbringst, wo deine Herausforderungen liegen und woran du noch arbeiten möchtest.
Zum Schluss ein Zitat:
„Zur Gründerpersönlichkeit wirst du nicht durch ein fertiges Konzept, sondern indem du dein eigenes Fundament verstehst: was du bereits mitbringst und worin du noch wachsen möchtest.“
Andrea Ruisinger – Coach für Karriere, berufliche Neuorientierung, Wiedereinstieg & Existenzgründung, Gründerin der Andrea Ruisinger Akademie
Checkliste & Leitfaden Gründerpersönlichkeit – kurz zusammengefasst
Dieser Artikel zeigt, warum eine gute Geschäftsidee allein nicht ausreicht, wie du mit unserer kostenlosen Checkliste deine eigene Gründerpersönlichkeit einschätzt und was du mit dem Ergebnis konkret machen kannst.
- Warum eine gute Geschäftsidee allein noch nicht zeigt, ob du auf die Anforderungen einer Selbstständigkeit vorbereitet bist
- Welche persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten bei Gründerinnen und Gründern eine Rolle spielen können
- Warum es nicht die eine richtige Gründerpersönlichkeit gibt
- Welche Rolle die eigene Lebensphase spielt und welche Erfahrungen Frauen ab 45 häufig in ihre Gründung mitbringen
- Was Archetypen über deine Arbeitsweise, deine Werte und die spätere Wirkung deines Unternehmens zeigen können
- Welche fünf Bereiche rund um Antrieb, Resilienz, soziale Rolle, Risiko und Vision du für deine Selbstständigkeit genauer betrachten solltest
- Wie dir die Checkliste „Bereit für dein eigenes Business?“ hilft, deine Stärken und mögliche Lücken selbst einzuschätzen und welches Gründerprofil sich daraus ergibt
- Wie du als Leitfaden mit dem Ergebnis weiterarbeitest, ob bei persönlichen Lücken oder bei den praktischen nächsten Schritten deiner Existenzgründung
- Wie du an Unsicherheiten und Lücken arbeiten kannst und wann ein Gründungscoaching dabei unterstützen kann
Unterstützung durch die Andrea Ruisinger Akademie
Deine Gründerpersönlichkeit zu kennen, ist der erste Schritt. Der zweite ist, mit dieser Erkenntnis auch wirklich zu arbeiten. Im Coaching der Andrea Ruisinger Akademie schauen wir gemeinsam auf dein persönliches Profil, deine Stärken und die Bereiche, in denen du noch wachsen möchtest und entwickeln daraus die nächsten Schritte für deine Selbstständigkeit, egal ob du noch ganz am Anfang stehst oder schon mitten in der Vorbereitung bist.
Alle Coachings basieren auf fundierter Ausbildung, zertifizierter Coaching-Kompetenz und langjähriger Praxiserfahrung. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen und berufliche Schritte zu entwickeln, die realistisch zu deiner aktuellen Situation, deinen Stärken und deinen persönlichen Zielen passen.
Im Blog der Andrea Ruisinger Akademie findest du weitere Beiträge rund um Themen wie Quereinstieg, Karriere und persönliche Entwicklung. Mehr zum Thema Existenzgründung findest du auch in unserem Beitrag „Existenzgründung: Leitfaden & Checkliste für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit“.
Die Andrea Ruisinger Akademie ist ein AZAV-zugelassener Bildungsträger und als zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung anerkannt.
Im Rahmen eines AVGS Coachings können deine berufliche Neuorientierung, dein Wiedereinstieg in den Job, eine Existenzgründung oder ein Bewerbungscoaching unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 100 % durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter gefördert werden.
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) kann direkt bei uns eingelöst werden.
Über die Autorin: Andrea Ruisinger
Andrea Ruisinger ist ehemalige Personalleiterin, zertifizierter Coach und Gründerin der Andrea Ruisinger Akademie. Sie hat selbst den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht und begleitet seit vielen Jahren Frauen dabei, ihre eigene Gründerpersönlichkeit zu entdecken, ihre Stärken sichtbar zu machen und ein Unternehmen aufzubauen, das wirklich zu ihrem Leben passt.
FAQ – Häufige Fragen zur Gründerpersönlichkeit
Der Begriff beschreibt die persönlichen Eigenschaften, Fähigkeiten und die innere Haltung, die jemand in eine Existenzgründung mitbringt. Dazu zählen zum Beispiel Umsetzungskraft, der Umgang mit Belastungen oder die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Es geht dabei nicht um einen festen Typus, sondern um ein ganz individuelles Profil.
Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Während „Gründerpersönlichkeit“ meist die Start- und Aufbauphase in den Fokus rückt, beschreibt die „Unternehmerpersönlichkeit“ eher die dauerhafte unternehmerische Haltung, die auch nach dem Start weiter gefragt ist.
Dazu zählen unter anderem:
- Offenheit für neue Erfahrungen
- Durchhaltevermögen
- Verantwortungsbewusstsein
- Ein realistischer Umgang mit Risiken
Es gibt jedoch nicht die eine richtige Ausprägung. Auch zurückhaltendere oder vorsichtigere Persönlichkeiten bringen ganz eigene, extrem wertvolle unternehmerische Stärken mit.
Nein. Es gibt nicht die eine richtige Gründerpersönlichkeit. Entscheidend ist weniger, welchem Idealbild jemand entspricht, sondern die eigene Ausgangslage zu kennen und bewusst damit zu arbeiten.
Eine ehrliche Selbsteinschätzung in Bereichen wie Antrieb, Umgang mit Belastung, sozialer Interaktion, Risikobereitschaft und der eigenen Lebensvision hilft dabei, die eigene Ausgangslage besser einzuordnen. Unsere kostenlose Checkliste bietet dafür eine erste, unkomplizierte Orientierung.
Risikobereitschaft kann helfen, ist aber kein Muss. Viel wichtiger ist es häufig, die eigenen Risiken realistisch einzuschätzen und bewusst zu tragen, statt besonders risikofreudig zu sein.
Eine Lücke ist kein Ausschlusskriterium für die Selbstständigkeit. Sie zeigt dir lediglich, woran es sich zu arbeiten lohnt – sei es durch bewusstes Üben, den Austausch mit anderen oder ein begleitendes Coaching.
Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Gründungscoaching über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zu 100 % gefördert werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass das Coaching bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger stattfindet. Ob eine Förderung in deinem Fall möglich ist, entscheidet die zuständige Stelle individuell.
Die Andrea Ruisinger Akademie begleitet Frauen dabei, ihre eigene Gründerpersönlichkeit zu erkennen, Stärken sichtbar zu machen und die Selbstständigkeit strukturiert und realistisch vorzubereiten.
Egal, ob du in München, Stuttgart, Frankfurt, Leipzig, Hamburg oder Berlin wohnst: Das Coaching findet praxisnah, individuell und deutschlandweit online statt.