Wenn die Elternzeit dem Ende entgegengeht, bricht oft eine Phase an, die auf dem Papier ganz einfach aussieht: Man kehrt eben an seinen alten Arbeitsplatz zurück. In der Realität sieht das in den Köpfen vieler Mütter ganz anders aus. Da schleicht sich dieses ungute Gefühl ein. Man blickt vielleicht auf den alten Terminkalender, die damaligen Stressfaktoren und merkt: Das passt einfach nicht mehr zu meinem neuen Leben. Und manchmal ist da nicht nur der Gedanke: „Ich will so nicht mehr zurück.“ Sondern auch: „Ich möchte eigentlich noch gar nicht wieder zurück in den Job.“
Es gibt viele Gründe, warum es so vielen Frauen in dieser Phase ähnlich geht. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Was steckt wirklich hinter diesen Gedanken und welche Wege stehen dir jetzt offen?
Ob der Schritt zurück in denselben Job, die Rückkehr mit bewussten Anpassungen an deine neue Lebensrealität oder eine komplette berufliche Neuorientierung – es gibt Möglichkeiten, diesen Wiedereinstieg so zu gestalten, dass er wirklich zu deinem heutigen Leben passt.
Wenn sich die Rückkehr in den Job plötzlich nicht mehr richtig anfühlt
Mit der Rückkehr in den Job beginnt für viele Frauen nicht einfach nur ein neuer Alltag. Während nach außen oft erwartet wird, dass jetzt wieder „Normalität“ eintritt, sieht es innerlich häufig ganz anders aus.
Viele Frauen merken plötzlich, dass sich ihr Blick auf Arbeit, Belastung und Lebensqualität verändert hat. Was früher selbstverständlich war, fühlt sich nicht mehr automatisch passend an.
Dazu kommen Fragen rund um Betreuung, Zeitdruck, Organisation und die Sorge, Familie und Beruf gleichzeitig gerecht werden zu müssen. Nicht selten entsteht dabei das Gefühl, nur noch zu reagieren, statt selbst entscheiden zu können.
Häufige Gründe, warum die Rückkehr in den alten Job schwerfällt, können sein:
- Veränderte Prioritäten und Identität: Während der Elternzeit verändert sich bei vielen Frauen nicht nur der Alltag, sondern auch der Blick auf Arbeit, Energie und Lebensqualität. Die Stepstone-Studie „Working Parents & Beyond“ zeigt, dass mehr als jede zweite Person durch Kinder ihre beruflichen Ziele verändert. Viele Frauen spüren plötzlich deutlicher, was sie langfristig nicht mehr möchten und was sie stattdessen wirklich brauchen.
- Mental Load und Erschöpfung: Die unsichtbare To-do-Liste im Kopf – Arzttermine, Kita-Eingewöhnung, Putzplan, Organisation – sorgt dafür, dass viele Frauen auch in ihrer Freizeit ständig im Funktionsmodus bleiben. Studien des Deutschen Jugendinstituts und aktuelle Gesundheitsreports wie die forsa-Umfrage der KKH zeigen, wie stark viele Eltern durch die dauerhafte Verantwortung für Kinderbetreuung, Haushalt und mentale Organisation belastet sind. Besonders häufig tragen dabei Mütter die Hauptlast. Das lässt die Rückkehr in den alten Job oft noch überwältigender erscheinen.
- Strukturelle Hindernisse: Die Kinderbetreuung ist knapp, Arbeitsmodelle oft unflexibel und Teilzeit wird in vielen Unternehmen noch immer wenig wertgeschätzt. Was früher vielleicht funktioniert hat, wird dadurch plötzlich zur täglichen Herausforderung. Viele Frauen merken erst dann, dass die Rahmenbedingungen ihres bisherigen Jobs nicht mehr zu ihrem Familienalltag passen.
- Angst vor Überforderung: Die Rückkehr ist nicht nur ein beruflicher Schritt, sondern eine riesige organisatorische Herausforderung: „Schaffe ich Job, Kind und Haushalt? Was, wenn mein Kind krank wird? Wie funktioniert das mit Teilzeit?“
- Unpassende Veränderungen im Unternehmen: Nicht immer hat sich nur dein Leben verändert. Vielleicht gab es während deiner Elternzeit einen Führungswechsel, neue Kollegen, Umstrukturierungen oder veränderte Aufgabenbereiche. Manchmal entsteht das ungute Gefühl bei der Rückkehr auch deshalb, weil das Unternehmen, das du verlassen hast, nicht mehr dasselbe ist, in das du zurückkehrst.
Schuldgefühle und innerer Konflikt: „Darf ich das überhaupt?“
Neben den rein organisatorischen Fragen bricht bei vielen Frauen nach der Elternzeit ein ganz anderer Konflikt aus: die innere Zerrissenheit. Zu dem Wunsch nach Veränderung gesellen sich plötzlich quälende Zweifel, Schuldgefühle und die Angst, egoistisch zu wirken. Man steht gefühlt permanent zwischen den Bedürfnissen des Kindes, den Anforderungen des Jobs und den eigenen Wünschen.
Dabei kreisen die Gedanken oft um Fragen wie: „Bin ich undankbar, wenn ich nach all der Unterstützung nicht in meinen sicheren Job zurückkehre?“ oder „Gelte ich als schlechte Mutter, wenn mir berufliche Erfüllung und meine eigene Entwicklung immer noch wichtig sind?“ Auch die Sorge, den Partner, die Familie oder den alten Chef zu enttäuschen, wiegt schwer. Oft schleicht sich zudem die Unsicherheit ein, ob der Wunsch nach einer Neuorientierung vielleicht „nur eine Phase“ ist, die man einfach aussitzen sollte.
Wenn du diese Zweifel spürst, ist der erste Schritt: Benenne diese Gedanken, statt sie wegzuschieben. Schreib dir auf, was dich genau beschäftigt. Oft hilft es schon, die eigenen Gefühle überhaupt erst mal ernst zu nehmen oder mit einer vertrauten Person zu sprechen, um den emotionalen Knoten zu lösen und mehr Klarheit zu gewinnen.
Bevor du eine Entscheidung triffst
Nicht jede Unsicherheit bedeutet automatisch, dass du kündigen oder dein komplettes Berufsleben verändern musst. Gleichzeitig verschwinden diese Gedanken meist auch nicht, wenn man sie dauerhaft ignoriert.
Deshalb kann es helfen, sich nicht sofort unter Druck zu setzen, sondern erstmal ehrlich auf die eigene Situation zu schauen.
Zum Beispiel mit Fragen wie:
- Was möchte ich nach der Elternzeit beruflich wirklich machen?
- Möchte ich in meinen alten Job zurück oder mich verändern?
- Wie viele Stunden kann und will ich realistisch arbeiten?
- Was brauche ich, damit der Wiedereinstieg für mich wirklich machbar ist?
- Ist die Kinderbetreuung wirklich stabil geregelt – auch wenn etwas ausfällt?
- Wer unterstützt mich im Alltag wirklich?
- Welche Fähigkeiten habe ich in der Elternzeit vielleicht neu entwickelt?
Vielleicht geht es gerade nicht darum, sofort die perfekte Antwort zu finden.
Sondern wahrzunehmen, was nicht mehr passt, was sich verändern lässt und was sich verändern muss.
Was du jetzt tun kannst und wie du die nächsten Schritte gut vorbereitest
Aus der Praxis weiß ich: Eine Entscheidung wird dann leichter, wenn man sie auf ein solides Fundament stellt.
Diese Punkte können helfen, die eigene Situation klarer einzuordnen und nächste Schritte bewusster vorzubereiten.
- Frühzeitig planen und reden: Sprich mit deinem Partner, wann und in welchem Umfang du wieder arbeiten möchtest. Klärt, wie ihr die Kinderbetreuung organisiert und wie ihr Haushalt und Care‑Arbeit fair aufteilt. Die AOK rät, schon etwa ein halbes Jahr nach der Geburt über den Wiedereinstieg zu sprechen und gemeinsam mit dem Arbeitgeber Rahmenbedingungen zu definieren.
- Kinderbetreuung absichern: Suche frühzeitig nach einem Kitaplatz, einer Tagesmutter oder anderen Betreuungspersonen. Viele Belastungen entstehen erst gar nicht, wenn das Back-up steht.
- Kontakt zum Unternehmen halten: Bleib während der Elternzeit locker mit Kollegen in Verbindung und informiere dich über größere Veränderungen oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Das nimmt die Fremdheit vor dem ersten Tag.
- Rechte und Ansprüche kennen: Bevor du Entscheidungen triffst, informiere dich frühzeitig über deine individuellen Kündigungsfristen, gesetzlichen Ansprüche und Fristen rund um die Elternzeit.
- Über Geld sprechen: Klärt finanzielle Fragen rechtzeitig: Elterngeld, Einkommen in Teilzeit und den Rentenausgleich. Teilzeit kann im Alltag entlasten, hat langfristig aber oft Auswirkungen auf Einkommen und Rentenansprüche. Hier gilt es, gemeinsam als Familie Ausgleiche zu schaffen.
- Feste Routinen und klare Absprachen im Alltag zu schaffen: Viele Belastungen entstehen nicht nur durch den Job selbst, sondern durch fehlende Struktur im Familienalltag. Feste Abläufe, klare Zuständigkeiten und regelmäßige Absprachen können helfen, den Wiedereinstieg weniger chaotisch und überfordernd zu erleben, für Eltern und Kinder gleichermaßen.
- Selbstfürsorge ernst nehmen: Plane bewusste Pausen ein, schraube den eigenen Perfektionismus herunter und lerne, Aufgaben abzugeben.
Wenn du nicht mehr zurück in deinen alten Job möchtest
Nicht jede Frau entscheidet sich nach der Elternzeit für die Rückkehr in den alten Job. Manchmal entsteht der Wunsch nach Veränderung erst nach und nach. Wichtig ist dabei vor allem, keine vorschnellen Entscheidungen aus Überforderung heraus zu treffen, sondern die eigenen Möglichkeiten gut zu kennen.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege:
- Kündigung zum Ende der Elternzeit: Viele Arbeitsverträge enthalten besondere Fristen. Deshalb lohnt sich ein früher Blick in den Vertrag oder eine rechtliche Beratung.
- Aufhebungsvertrag: Manche Frauen entscheiden sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber für eine einvernehmliche Lösung. Dabei sollten mögliche Auswirkungen auf Arbeitslosengeld oder Versicherungen vorher gut geprüft werden.
Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, frühzeitig das Gespräch mit der Agentur für Arbeit zu suchen und sich über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren.
Viele Frauen wissen außerdem nicht, dass berufliche Coachings oder Maßnahmen zur Neuorientierung unter bestimmten Voraussetzungen über einen sogenannten AVGS-Gutschein gefördert werden können. Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ist eine Unterstützung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters und kann beispielsweise für Bewerbungscoaching, berufliche Neuorientierung oder die individuelle Begleitung im Wiedereinstieg genutzt werden.
Wichtig zu wissen ist hierbei, dass es sich um eine Ermessensleistung handelt. Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, liegt ganz im Ermessen deiner zuständigen Stelle und hängt von der Entscheidung deines dortigen Beraters oder deiner Beraterin ab.
Gerade nach der Elternzeit kann es jedoch enorm entlastend sein, den Antrag zu stellen und wichtige Entscheidungen nicht alleine treffen zu müssen, sondern sich auf diesem Weg professionell begleiten zu lassen.
Wenn eine berufliche Neuorientierung das Ziel ist
Gerade bei einer beruflichen Neuorientierung nach der Elternzeit hilft es vielen Frauen, nicht sofort nach dem „perfekten neuen Job“ zu suchen. Oft ist der erste wichtige Schritt erstmal herauszufinden, was heute überhaupt noch zum eigenen Leben passt, welche Stärken sich verändert oder weiterentwickelt haben und welche Arbeit langfristig wirklich stimmig wirkt.
Hilfreich kann dabei sein:
Sich bewusst Zeit für eine ehrliche Standortbestimmung zu nehmen: Was kann ich? Was will ich? Was passt heute wirklich zu meinem Alltag und meiner Lebensphase?
- Die eigenen Stärken und neu entwickelten Fähigkeiten wahrzunehmen: Organisation, Priorisierung, Belastbarkeit, Flexibilität oder Krisenkompetenz entstehen nicht nur im Berufsleben.
- Sich frühzeitig einen Überblick über den eigenen finanziellen Spielraum zu verschaffen: Welche Arbeitszeit ist realistisch? Wie lange wäre eine Übergangsphase möglich? Welche finanziellen Verpflichtungen müssen berücksichtigt werden? Gerade bei beruflicher Neuorientierung kann diese Klarheit helfen, Entscheidungen ruhiger und realistischer zu treffen.
- Sich einen Überblick über den Arbeitsmarkt zu verschaffen: Welche Branchen, Arbeitsmodelle oder Tätigkeiten wirken heute interessant oder familienfreundlicher als früher?
- Das eigene LinkedIn-Profil oder Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren: Um wieder sichtbarer zu werden und neue Möglichkeiten wahrzunehmen.
- Mit anderen Frauen zu sprechen: Die diesen Weg bereits gegangen sind. Gespräche, Netzwerke und ehrlicher Austausch können neue Perspektiven eröffnen.
- Sich über Weiterbildungen oder neue berufliche Wege zu informieren: Viele Angebote lassen sich heute online absolvieren und dadurch besser mit Familie und Alltag vereinbaren.
- Sich Unterstützung zu holen: Wenn Unsicherheit oder Überforderung den Blick auf die eigenen Möglichkeiten erschweren. Coaching kann helfen, Gedanken zu sortieren und nächste Schritte klarer zu sehen.
Wichtig ist dabei vor allem, sich nicht unnötig unter Druck zu setzen. Oft hilft es mehr, frühzeitig anzufangen, sich zu orientieren und Möglichkeiten zu sammeln, statt erst dann aktiv zu werden, wenn die Belastung bereits zu groß geworden ist.
Wenn du nicht zurück möchtest, aber auch keinen kompletten Neustart willst
Nicht jede Frau möchte nach der Elternzeit komplett neu anfangen. Viele spüren eher, dass sie zwar zurück in ihren Beruf möchten, aber nicht mehr in genau dieselben Strukturen, Belastungen und Erwartungen wie vorher.
Gerade deshalb lohnt es sich, nicht nur über Kündigung oder Neustart nachzudenken, sondern auch darüber, was sich im bestehenden Job verändern ließe. Ein möglicher Ansatz kann dabei sogenanntes „Job Crafting“ sein, also die bewusste Anpassung des eigenen Arbeitsalltags an die Lebensrealität nach der Elternzeit.
Das kann bedeuten:
- Aufgaben neu zu priorisieren oder anders zu verteilen
- Klarere Arbeitszeiten und Erreichbarkeiten festzulegen
- Mehr Homeoffice oder flexible Modelle anzusprechen
- Arbeitsabläufe zu vereinfachen
- Bewusstere Pausen und realistischere Belastungsgrenzen einzuplanen
- Neue Aufgaben zu übernehmen, die besser zu den eigenen Stärken und zur aktuellen Lebenssituation passen
Manche Frauen merken erst nach der Elternzeit, dass sie zwar ihren Beruf mögen, aber nicht mehr bereit sind, dauerhaft auf Kosten ihrer eigenen Energie zu arbeiten.
Gleichzeitig funktioniert Veränderung nicht in jedem Unternehmen gleich gut. Während manche Arbeitgeber offen für neue Lösungen sind, stoßen andere Frauen eher auf starre Strukturen oder wenig Verständnis für ihre veränderte Situation.
Dann kann es wichtig werden, offen Gespräche zu führen, Unterstützung einzuholen oder langfristig auch über einen Arbeitsplatz nachzudenken, der besser zum eigenen Leben passt.
Mein Impuls für dich
Nach der Elternzeit geht es oft um weit mehr als die Frage, ob du an deinen alten Arbeitsplatz zurückkehrst. Viel entscheidender ist, wie du dein Leben und deine Arbeit künftig wirklich gestalten willst.
Denn in den letzten Monaten oder Jahren hat sich nicht nur dein Alltag verändert. Auch dein Blick auf das, was dir wichtig ist, was dich Kraft kostet und was sich langfristig für dich stimmig anfühlt, hat sich weiterentwickelt.
Diese drei Fragen können dir dabei als innerer Kompass dienen:
- Was habe ich in der Elternzeit über mich selbst gelernt? (Welche Werte und Prioritäten stehen heute für mich an erster Stelle?)
- Welche Fähigkeiten habe ich in dieser Zeit entwickelt, die mir auch im Beruf neue Stärken verleihen? (Organisationstalent, Krisenkompetenz und Resilienz gibt es schließlich nicht nur im Büro.)
- Was brauche ich heute ganz konkret, damit Arbeit und Familienleben langfristig gesund zusammenpassen?
Die Elternzeit ist nicht nur eine Pause vom Job, sie ist oft der Beginn einer tiefen persönlichen Neuausrichtung. Und genau diese Veränderung darf sich jetzt auch in deinem Beruf widerspiegeln.
Fazit: Ob du in deinen alten Job zurückgehst oder nicht – triff die Entscheidung nicht aus Druck heraus
Bleiben, verändern oder neu orientieren?
Wenn sich der alte Job nach der Elternzeit plötzlich nicht mehr richtig anfühlt, liegt das selten daran, dass du zu sensibel, nicht belastbar genug oder einfach „nicht mehr motiviert“ bist. Es zeigt, dass sich dein Leben, dein Alltag und deine Prioritäten verändert haben. Du kommst nach der Elternzeit nicht einfach wieder an denselben Punkt zurück wie vorher. Du kommst zurück mit neuen Erfahrungen, anderen Prioritäten und oft auch mit einem klareren Blick darauf, was langfristig wirklich zu dir passt.
Deshalb geht es jetzt nicht darum, sofort die perfekte Lösung zu finden. Sondern ehrlich hinzuschauen: Was passt noch zu dir? Was willst du wirklich? Und was brauchst du, damit Beruf und Familie nicht nur irgendwie funktionieren?
Sprich über deine Sorgen, kenne deine Möglichkeiten und bereite Gespräche gut vor. Erlaube dir, verschiedene Wege überhaupt erst mitzudenken: Teilzeit, Job Crafting, ein Arbeitgeberwechsel, Weiterbildung oder eine komplette berufliche Neuorientierung. Fang frühzeitig an, dir diese Fragen zu stellen und deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Damit du deinen Weg bewusster gehen kannst – egal, ob er zurück in Bekanntes oder in etwas ganz Neues führt.
Zum Schluss ein Zitat:
„Das Ende der Elternzeit bedeutet nicht immer automatisch eine Rückkehr in den alten Job, sondern kann auch eine Chance für Veränderung sein.“
Andrea Ruisinger – Coach für Karriere und berufliche Neuorientierung, Gründerin der Andrea Ruisinger Akademie
Nach der Elternzeit zurück in den Job – kurz zusammengefasst
Dieser Artikel zeigt, warum viele Frauen nach der Elternzeit plötzlich merken, dass sich die Rückkehr in den alten Job nicht mehr richtig anfühlt und welche Wege es gibt, den Wiedereinstieg oder eine berufliche Veränderung bewusst zu gestalten.
- Warum sich der Blick auf Arbeit, Familie und Lebensqualität nach der Elternzeit häufig verändert
- Welche Rolle Mental Load, Erschöpfung und fehlende Vereinbarkeit im Familienalltag spielen
- Warum Schuldgefühle und innere Konflikte viele Entscheidungen zusätzlich erschweren können
- Welche organisatorischen, emotionalen und finanziellen Fragen vor dem Wiedereinstieg wichtig werden
- Wie du die Rückkehr in den Job realistischer und entlastender vorbereiten kannst
- Welche Möglichkeiten es gibt, wenn du nicht mehr in deinen alten Job zurück möchtest
- Welche Alternativen es zur Kündigung gibt, zum Beispiel Teilzeit, flexible Arbeitsmodelle oder eine bewusste Anpassung deines bestehenden Jobs
- Was der AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit und des Jobcenters ist und wie berufliches Coaching unterstützen kann
- Wie berufliche Neuorientierung nach der Elternzeit Schritt für Schritt gelingen kann
Wiedereinstieg in den Job nach Elternzeit
Warum sich die Rückkehr oft falsch anfühlt und welche Wege dir jetzt offenstehen – mit Notebook LM
▶ Video ansehen – ca. 2:30 Minuten
Unterstützung durch die Andrea Ruisinger Akademie
Die Frage „Ich will nach der Elternzeit nicht mehr zurück in meinen alten Job – was jetzt?“ beschäftigt viele Frauen stärker, als oft offen ausgesprochen wird. Denn nach der Elternzeit geht es häufig nicht nur um den Wiedereinstieg in den Beruf, sondern darum, Beruf, Familie und die eigene Lebensrealität neu miteinander in Einklang zu bringen.
Gerade deshalb kann es hilfreich sein, jemanden an der Seite zu haben, der zuhört, neue Perspektiven eröffnet und dich dabei unterstützt, herauszufinden, welcher Weg heute wirklich zu deinem Leben passt.
Denn oft gibt es nicht nur die eine Lösung, sondern verschiedene Möglichkeiten: die Rückkehr in den bisherigen Job, eine bewusste Veränderung der bestehenden Arbeitsbedingungen oder eine komplette berufliche Neuorientierung.
Alle Coachings basieren auf fundierter Ausbildung, zertifizierter Coaching-Kompetenz und langjähriger Praxiserfahrung. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen und berufliche Schritte zu entwickeln, die realistisch zu deiner aktuellen Situation passen.
Im Blog der Andrea Ruisinger Akademie findest du weitere Beiträge und Einblicke rund um berufliche Themen, Wiedereinstieg, berufliche Neuorientierung und persönliche Entwicklung. Mehr zum Thema findest du auch im Beitrag „Jobwechsel nach der Elternzeit“.
Die Andrea Ruisinger Akademie ist ein AZAV-zugelassener Bildungsträger und als zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung anerkannt.
Im Rahmen eines AVGS-Coachings können deine berufliche Neuorientierung, dein Wiedereinstieg in den Job, eine Existenzgründung oder ein Bewerbungscoaching unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 100 % durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter gefördert werden.
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) kann direkt bei uns eingelöst werden.
FAQ – Elternzeit, Wiedereinstieg und berufliche Neuorientierung
Nach der Elternzeit verändert sich bei vielen Frauen nicht nur der Alltag, sondern auch der Blick auf Arbeit, Belastung und Lebensqualität. Was früher funktioniert hat, passt oft nicht mehr zur neuen Lebensrealität mit Familie, Mental Load und veränderten Prioritäten.
Ja, diese Gedanken erleben viele Frauen. Die Rückkehr in den alten Job fühlt sich häufig nicht mehr stimmig an, weil sich Werte, Bedürfnisse und Anforderungen im Alltag verändert haben.
Nein. Grundsätzlich besteht zwar ein Anspruch auf Rückkehr in das Unternehmen, aber nicht jede Frau entscheidet sich langfristig dafür. Viele prüfen bewusst, ob Teilzeit, Job Crafting, ein Arbeitgeberwechsel oder eine berufliche Neuorientierung besser zur aktuellen Lebensphase passen.
Häufige Belastungen sind Mental Load, Zeitdruck, fehlende Kinderbetreuung, starre Arbeitsmodelle, Schuldgefühle sowie die Sorge, Familie und Beruf gleichzeitig gerecht werden zu müssen.
Mental Load beschreibt die unsichtbare Organisationsarbeit im Alltag – zum Beispiel Arzttermine, Kita-Themen, Einkaufsplanung oder Familienorganisation. Viele Frauen tragen diese Verantwortung dauerhaft im Kopf, was zusätzlich zur beruflichen Belastung schnell zu Erschöpfung führen kann.
Hilfreich ist eine ehrliche Standortbestimmung: Was passt heute noch zu meinem Leben? Welche Arbeitsbedingungen brauche ich wirklich? Welche Stärken und Wünsche haben sich während der Elternzeit verändert?
Je nach Situation kommen unterschiedliche Wege infrage: Teilzeit, flexible Arbeitsmodelle, Job Crafting, ein Arbeitgeberwechsel, Weiterbildung oder eine komplette berufliche Neuorientierung.
Job Crafting beschreibt die bewusste Anpassung des eigenen Arbeitsalltags. Dazu gehören zum Beispiel klarere Arbeitszeiten, Homeoffice, neue Aufgabenbereiche oder realistischere Belastungsgrenzen.
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen kann ein berufliches Coaching über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass das Coaching bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger stattfindet. Die Andrea Ruisinger Akademie ist ein zugelassener Träger für AVGS-Coachings. Ob eine Förderung möglich ist, entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit oder das Jobcenter individuell. Ein AVGS-Coaching kann Frauen beim Wiedereinstieg, bei der beruflichen Neuorientierung oder bei der Jobsuche unterstützen.
Die Andrea Ruisinger Akademie begleitet Frauen bei beruflicher Neuorientierung, Wiedereinstieg, insbesondere Wiedereinstieg nach Elternzeit, Karrierefragen, Existenzgründung und Veränderungsprozessen. Die Coachings finden online statt und können dadurch flexibel, praxisnah und ortsunabhängig deutschlandweit genutzt werden. Von Frau zu Frau unterstützt die Andrea Ruisinger Akademie dabei, realistische und passende berufliche Wege für die aktuelle Lebenssituation zu entwickeln.